Schindelverlegung

Das Handwerk

Holzschindeln werden bis heute noch manuell mit einfachen und kräftesparenden hydraulischen Werkzeugen vom Klotz in einzelne "Brettchen" abgespaltet, die wiederum zu Holzschindeln weiterverarbeitet werden.

 

Befestigungsmethode der Schindelstifte

Durch die lnhaltsstoffe einiger Holzarten und ständigem Feuchtigkeitswechsel unterliegen die Schindelstifte einer gewissen Korrosionsabnützung. Bei manchen Hölzern, wie z.B. Lärche, reichen feuervezinkte Stifte, bei anderen Holzarten sind Edelstahlstifte nötig. Hier ist eine kompetente Beratung unerlässlich!

Das Einschlagen der einzelnen Schindeln kann mit Hammer, Schindelbeil oder mit einem Druckluftnagler, der die Einschlagstiefe regulieren kann, durchgeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Nagelkopf flächenbündig zur Schindeloberfläche eingeschlagen wird und der Schaft mit einer Einschlagtiefe von mindestens 20mm bis 30mm in die Traglatte eindringt. Wichtig dabei ist es, die hohl aufliegenden Schindeln nicht "nieder zu nageln", sondern sie unter einer leichten Spannung und einer geringen Durchbiegung zu befestigen.

Es werden in der Regel nur zwei Schindelstifte pro Schindel in einem Abstand von etwa einer Daumenbreite (von der Seitenkante gemessen ca. 15 bis 20 mm) verwendet. Ansatzpunkt des Stiftes erfolgt in der oberen Hälfte. Damit werden die Schindelstifte von der darauf folgenden Schindellage geschützt und abgedeckt. Folglich kann der von der Bewitterung belastete untere Teil sich frei ausdehnen. Dadurch wird ein Ausufern des Holzes auf der Nagelstelle, wie auch Spannungsrisse vermieden.

 

Flächeneindeckung, Verlegefugen

Der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes spielt eine enorme Rolle dabei, in welchem Fugenabstand die Schindeln verlegt werden. Bei trockenem Holz muss unbedingt ein entsprechender Fugenabstand eingehalten werden, der bei nassem Holz geringer sein kann. Bei unregelmäßigen Schindelbreiten sollte der Seitenversatz von der ersten zur zweiten Schindelreihe einen Fugenabsatz von mindestens 3 cm und der Versatz der ersten zur dritten Reihe von mindestens 2 cm betragen. Sollten Schindeln ein Maß von 25 cm Breite überschreiten, so ist es ratsam diese zu teilen, um spätere Rissbildungen vorzubeugen.

 

Firstausbildung

Die Unterkonstruktion des Firstes sollte wegen der notwendigen Entlüftung bei der Planung sorgfältig durchdacht werden. Schindellüfterfirsten gibt es in äußerst unterschiedlichen Ausführungen.

Wenden Sie sich an uns, wir beraten Sie gerne!