Geschichte

Die Geschichte der Holzschindel

In manchen waldreichen Gegenden gibt es die Holzschindel seit der ersten Besiedlung durch Menschen. Die Legschindel ist dabei die älteste bekannte Schindelform. Man legte Sie einfach auf die Lattung und beschwerte sie dann mit Stangen und Steinen. In den Alpen findet man noch heute mancherorts diese Art der Dachdeckung. Die Tatsache, dass Schindeln eine sehr alte Form der Dachdeckung sind, zeigte sich heutzutage immer wieder bei Ausgrabungen. Schon vor vielen tausend Jahren verwendeten Menschen, zum Bau von Zelten und Hütten, Holz als Baustoff.

Verschiedene Materialien wie Baumrinde, Felle, Lehm, Reisig, Stroh oder Schilf wurden verwendet um Dächer und Wände der Behausungen gegen Wind und Kälte zu schützen. Man legte das Material dazu schuppenartig auf den Dachstuhl, so dass Wasser nicht in den Innenraum eindringen konnte. Das Prinzip ist ebenso logisch wie einfach. In der Vorantike wurden dann schon flache Steinplatten und Holzschindeln verwendet. Vor allem in den nördlichen und mittleren Breitengraden ist die Holzschindel verbreitet. Aus Ton gebrannte Schindeln, die die Römer "scandula" nannten, bezeichnet man heute als Biberschwanzziegel.

Aufgrund der guten Spaltbarkeit und Haltbarkeit wurden auch Schindeln aus Schiefer hergestellt. Dank einer neuen Architekturrichtung, die sich Neue Alpenarchitektur nennt und auf den Erkenntnissen der Bau- und Materialforschung sowie der Einführung maschinell gefertigter Schindeln aus besonders widerstandfähigen europäischen und außereuropäischen Holzarten beruht, wird die Holzverschindelung immer beliebter.